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Modellauto:Ruhrfahrzeugbau Pinguin II von 1955, rot(AutoCult, 1:43)

Modellauto:Ruhrfahrzeugbau Pinguin II von 1955, rot(AutoCult, 1:43)

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Ruhrfahrzeugbau Pinguin Im Mai 1953 wurde die “M.E.V.-Studiengesellschaft... mehr
Produktinformationen "Modellauto:Ruhrfahrzeugbau Pinguin II von 1955, rot(AutoCult, 1:43)"

Ruhrfahrzeugbau Pinguin

Im Mai 1953 wurde die “M.E.V.-Studiengesellschaft für Kraftfahrzeugentwicklung” in Herne gegründet.

Die Gründer waren Romanus Müthing (ein ehemaliger Landmaschinenvertreter), Heinz Elschenbroich und der freie Ingenieur Kurt C. Volkhart, der den berühmten Opel Raketenwagen in den 20er Jahren konstruiert hatte.

In Herne wurde schnell eine Halle gepachtet, in der unter Volkharts Anleitung ein Zentralrohrrahmen entstand.

Der geplante Dreiradwagen sollte “Pinguin” heißen und einen 200 ccm
9,5 PS
1-Zylinder 2-Takt Motor von Ilo im Heck tragen.

Der Wagen besaß Blinklichter auf den Vorderkotflügeln, eine geschlossene Front, hinten angeschlagene Türen und Schiebefenster, die Vorderräder waren halbverdeckt.

Am Heck trug der Pinguin I eine große Heckklappe.
3.775 Mark sollte der Pinguin in Serie kosten, eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h erreichen und nur
5 Liter auf 100km verbrauchen.

Mit dem ersten Chassis begannen bald schon die ersten Testfahrten rund um Herne.

Beim ersten Prototypen “dengelte” man das Blech um eine Holzform, beim zweiten Prototypen kamen die Experten der Vereinigten Metallwerke (VDM) in Wehrdohl zu Hilfe und kreierten eine Außenhülle aus Aluminiumblech.

Pünktlich zum Zweirad-Salon Ende 1953 in Frankfurt waren die ersten beiden Prototypen komplett. Das Interesse des Publikums war riesengroß, wobei man den Pinguin scherzhaft “den Porsche auf drei Rädern” nannte.

Nach der Ausstellung wurde die Studiengesellschaft umbenannt in “Ruhrfahrzeugbau R. Müthing”.

Große Sorge bereitete das geplante Leergewicht von 280 kg. Stolze 450 kg brachte der Pinguin in diesem Stadium auf die Waage.

Konstrukteur Volkhart hatte außerdem zwar eine elegante Linie gezeichnet, die Abstimmung des Fahrwerks und daraus resultierenden Stabilitätsschwierigkeiten des Pinguins jedoch übersehen.

Das gesamte Projekt Pinguin drohte zu scheitern.

Müthing warb den Konstrukteur des Fuldamobils, Norbert Stevenson ab, der ganz von vorne mit der Entwicklung begann.

Tatsächlich wurden nach den 2 Prototypen jedoch nur
10 Exemplare gebaut. Die Firma wurde aufgelöst und über den Verbleib der Prototypen und der angeblich gefertigten
10 Exemplaren weiß man heute leider nichts.

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